Wasserarten und Herkunft


Häufig heißt es, dass Leitungswasser höher oder vergleichbar mineralisiert sei als Mineralwasser. Um dies zu belegen, werden in der Regel die Vergleiche ausschließlich zwischen Mineralwasser ohne Kohlensäure (Marktanteil 28 Prozent) und Leitungswasser angestellt. Dabei wird übersehen, dass kohlensäurefreie Mineralwässer eigenen sensorischen und physikalischen Gesetzen unterliegen, die den Mineralstoffgehalt dieser Produktgruppe deutlich beeinflussen können. Unabhängig von diesen produktspezifischen Besonderheiten hat der Verbraucher an jedem Ort in Deutschland die Möglichkeit, auch bei stillen Mineralwässern aus einer Vielzahl unterschiedlich mineralisierter Mineralwasserprodukte auszuwählen. Er ist nicht wie bei Leitungswasser auf das eine von den jeweiligen Wasserversorgern vor Ort angebotene Leitungswasser angewiesen, dessen Mineralstoffgehalte er in der Regel nicht einmal kennt.

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Keine Transparenzpflicht bei Leitungswasser

Wer genau wissen will, welche Inhaltsstoffe ein Mineralwasser enthält, kann das jederzeit nachlesen. Auf dem Etikett finden sich gesetzlich vorgeschriebene und freiwillige Angaben des Herstellers. Das ist hilfreich, wenn Verbraucher beispielsweise ein besonders natriumarmes Mineralwasser suchen. Bei Leitungswasser ist für den Konsumenten hingegen nicht sofort ersichtlich, was er zu sich nimmt. Er trinkt ein „anonymes“ Produkt. Zwar informieren Wasserversorger auf Anfrage und teilweise auch im Netz über die Inhaltsstoffe, aber selbst auf seiner Wasserrechnung findet der Verbraucher in der Regel keine Angaben über die charakteristischen Inhaltsstoffe des gelieferten Leitungswassers.

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Warum nur Wasser aus der Tiefe natürlich rein ist

Geschichte und Herkunft von Leitungswasser und Natürlichem Mineralwasser sind unterschiedlich. Während Letzteres unterirdischen Wasservorkommen entstammt, die vor Verunreinigungen besonders gut geschützt sind, wird Leitungswasser sowohl aus Grund- als auch aus Oberflächenwasser gefördert. Dieses Rohwasser muss im Gegensatz zu Mineralwasser nicht natürlich rein sein und ist in der Regel ohne Aufbereitung nicht genusstauglich. Je nach Qualität reinigen es die Wasserversorger mit einer Vielzahl von Verfahren und Chemikalien, damit Verbraucher es bedenkenlos trinken können.

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Diese Eigenschaften sind charakteristisch für die einzelnen Wasserarten

Es gibt fünf verschiedene Wasserarten: natürliches Mineralwasser, Heil-, Quell-, Tafel und Leitungswasser. Die jeweiligen Eigenschaften müssen nachgewiesen werden, um die Produktbezeichnung führen zu dürfen. Wegen der regional unterschiedlichen Beschaffenheit der Böden und Gesteinsschichten ist dennoch jedes Wasser einzigartig.

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Interview mit dem Ernährungswissenschaftler Günter Wagner (Dipl. oec.-troph.), Vorstandsmitglied im Deutschen Institut für Sporternährung e.V., Bad Nauheim, und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates im Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) e.V., die größte nicht staatlich geförderte Ernährungs- und Diätetik-Fachorganisation in Deutschland.

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