Klimawandel, Dürre & Wasserknappheit: Der verantwortungsvolle Umgang mit Mineralwasservorkommen

Wasserversorgern rund 5 Milliarden Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr über Leitungssysteme zur Verfügung gestellt. Gemessen daran kümmern sich die deutschen Mineralbrunnen um einen sehr kleinen Bruchteil des in Deutschland genutzten Wassers: der Anteil an der Gesamtentnahme aus Grundwasser ist kleiner als 4 Promille. Die Mineralbrunnen in Deutschland engagieren sich für die gehen verantwortungsvoll und nachhaltig mit den wertvollen Wasserressourcen um; sie sind keinesfalls ursächlich für Wasserknappheit.

Wassernutzung und -entnahme sind in Deutschland streng geregelt. Dabei ist die oberste Maxime: Wasser ist in Deutschland nicht eigentumsfähig. Wasser gehört niemandem, sondern ist für das Leben aller Menschen da. Entnahmen für die öffentliche Wasserversorgung oder die Nutzung des Tiefengrundwassers durch Mineralbrunnen werden von den zuständigen Wasserbehörden regelmäßig bilanziert und bei Bedarf angepasst an die Gegebenheiten des Wasserhaushalts.

Wasserbilanzen geben noch kein vollständiges Lagebild

Die in Deutschland verfügbaren Wasserressourcen (= Wasserdargebot) gibt das Umweltbundesamt ) in einer aktuellen Bilanz mit insgesamt 188 Milliarden Kubikmeter an; davon werden 24 Milliarden Kubikmeter durch Energieversorger, Bergbau und verarbeitendes Gewerbe (Industrie), Landwirtschaft und für die öffentliche Wasserversorgung genutzt. Allein auf die öffentliche Wasserversorgung entfielen etwa 5,2 Milliarden Kubikmeter (21,7 Prozent).

Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes werden bundesweit insgesamt rund 65 Millionen Kubikmeter Wasser aus Grund- und Quellwasser für die Getränkeherstellung verwendet. Diese sind Bestandteil der unter Bergbau und verarbeitenden Gewerbe (Industrie) ausgewiesenen Wassermenge.

Bis heute gibt es noch kein vollständiges nationales Lagebild zur Menge und Qualität des bei uns verfügbaren Grundwassers. Auch die Statistik des gesamten Wasserhaushalts in Deutschland ist lückenhaft. Während die Wasserentnahmen etwa für die öffentliche Wasserversorgung oder von den deutschen Mineralbrunnen dokumentiert sind, werden zum Beispiel die tatsächliche Wassernutzung der Landwirtschaft oder Wasserverluste aus Leitungssystemen nicht vergleichbar abgebildet.

 

Mineralwasser hat kleinen Anteil an der Wassernutzung, aber große Bedeutung für die Versorgung der Menschen

2021 wurden in Deutschland rund 10 Millionen Kubikmeter natürliches Mineral- und Heilwasser abgefüllt. Das dafür verwendete Tiefengrundwasser-Volumen beträgt rund 16,5 bis 22 Millionen Kubikmeter, da der für die Bereitstellung des abgefüllten Mineralwassers benötigte Gesamtwasseraufwand laut Dr. Karl-Heinz Köppen* pro Liter bei Mineralbrunnen 1,5 bis 2 Liter (Nutzungsrate) beträgt. Die Nutzungsrate der Wasserversorgungsunternehmen beträgt nach Dr. Köppen 30 bis 50 Liter pro Liter Wasser zum menschlichen Verzehr.

Für die öffentliche Trinkwassernutzung in Deutschland werden durch die Wasserversorger jährlich 5,2 Milliarden Kubikmeter Wasser entnommen. Die für Mineralwasser pro Jahr genutzten Tiefengrundwasservolumen in Höhe von 16,5 bis 22 Millionen Kubikmeter entsprechen damit maximal 4 Promille der öffentlichen Wasserentnahme für die Trinkwassernutzung. Bezogen auf die jährliche Gesamtwassernutzung von 24 Milliarden Kubikmetern machen die für Mineralwasser genutzten Mengen nur 1 Promille des genutzten Wasservolumens in Deutschland aus.

Die elf Millionen Kubikmeter Mineralwasser werden ausschließlich, also zu 100 Prozent, zum Trinken und für die Zubereitung von Speisen verwendet. Die Menschen in Deutschland decken laut DGE-Ernährungsbericht (2020) der Deutschen Gesellschaft für Ernährung rund 30 Prozent ihres täglichen Flüssigkeitsbedarfs von 1,5 Litern mit Mineralwasser. Von den 125 Litern Pro-Kopf-Verbrauchan Trinkwasser aus der Leitung finden lediglich fünf Prozent zum Trinken und Kochen Verwendung. Der Rest des Trinkwassers aus der Leitung wird für Hygiene und Reinigung eingesetzt.

Exkurs: Staat überträgt verantwortungsvollen Umgang mit Wasser an Unternehmen

In Deutschland gewinnt der Staat das Wasser nicht selbst. Er bewirtschaftet es, indem er Wassernutzungen erlaubt. Soweit die für die direkte Versorgung der Bevölkerung zuständigen Gemeinden Wasser nicht selbst gewinnen, übertragen sie diese Aufgabe an Dritte, das heißt an Unternehmen, die ganz oder teilweise privatwirtschaftlich agieren. Jede Wassernutzung muss beantragt werden. Über jeden Antrag auf Wassernutzung wird nach Maßgabe der Gegebenheiten des Wasserhaushalts aufgrund von Gesetz und Recht entschieden. Der Staat erhält alle Daten aus der Erschließung von Wasservorkommen, insbesondere aus Probebohrungen, und aus allen Wassernutzungen. Alle Daten aller Wassernutzer bilden in ihrer Gesamtheit die Grundlage für wasserwirtschaftliche Entscheidungen der Wasserbehörden.

Die deutschen Mineralbrunnen gehen sehr sorgsam und verantwortungsbewusst

– staatlich streng kontrolliert – mit den wertvollen Mineralwasser-Vorkommen im Grundwasser um:

 

aufwendigen und sehr sorgfältigen Genehmigungsverfahren erschlossen werden.

übertragene Wassergewinnung jederzeit sicher zu gewährleisten.

 

verbindliche Vorgabe, wie viel Liter pro Tag aus einer Quelle entnommen werden darf,

ist bei den Niederschlagsbedingungen gewährleistet, dass der Wasserhaushalt im

Gleichgewicht bleibt.

 

Deutschland vorhandenen Wassers, aus dem jeder Mensch rund ein Viertel seines

Flüssigkeitsbedarfs am Tag deckt. Für die tägliche Wasserversorgung der Menschen in

Deutschland werden von der öffentlichen Wasserversorgung rund 5 Mrd. Kubikmeter

Trinkwasser pro Jahr über Leitungssysteme zur Verfügung gestellt. Auf die

Gesamtentnahme aus Grundwasser bezogen beträgt die Mineralwassermenge aus

Mineralwasservorkommen weniger als 4 Promille.

 

nicht die Ursache von Wasserknappheit. Durch den zunehmenden Klimawandel ist der

Schutz dieser wertvollen Ressource und der dezentral flächendeckenden

Brunnenstruktur essenziell.

 

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