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Warum Leitungswasser ein unterschätztes Verpackungsproblem hat (Last Mile)

Leitungswasser wird häufig als das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland bezeichnet. Dabei haften die Wasserversorger für die Qualität nur bis zum Hausanschluss. Gerade auf den letzten Metern von der Wasseruhr bis zum Wasserhahn, wo die Verantwortung für die Qualität beim Hauseigentümer liegt, ist die Gefahr für Verunreinigungen nicht zu unterschätzen. Risiken, die insbesondere in der Hausinstallation liegen, stellen unter anderem Leitungsrohre, Wasserpartikelfilter, Wassertemperatur stagnierendes Wasser in den Leitungsrohren und Wasserhahnsiebe, auch Perlatoren genannt, dar.

Warum PET-Flaschen der deutschen Mineralbrunnen gesundheitlich unbedenklich sind

In vielen Artikeln über Risiken der Verwendung von PET-Mineralwasserflaschen ist insbesondere im Internet wiederholt zu lesen, dass der Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) ein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellt. Als Begründung heißt es oft, PET enthalte unterschiedliche Giftstoffe und Hormone. Die Folgen seien Kopfschmerzen, Hautausschlag, Durchblutungs- oder Entwicklungsstörungen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), eine Anstalt des öffentlichen Rechts und höchste deutsche Institution zur wissenschaftlichen Bewertung der Lebensmittel- und Produktsicherheit, kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass der Genuss von Mineralwasser aus PET-Flaschen gesundheitlich unbedenklich ist.

Warum die höhere Anzahl der Kontrollen bei Leitungswasser kein Qualitätsmerkmal ist

Leitungswasser gilt als das bestkontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Dieser Mythos ist allerdings völlig unzutreffend, denn die vielen Kontrollen sind nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal. Vielmehr handelt es sich um eine gesetzliche Notwendigkeit, damit der Verbraucher das Leitungswasser in einem genusstauglichen Zustand bedenkenlos trinken kann. Denn Leitungswasser, das in der Regel zu 70 Prozent aus erdoberflächennahem Grundwasser und zu 30 Prozent aus Oberflächenwasser stammt, muss zunächst gereinigt und aufwendig aufbereitet werden. Das macht es zu einem „technischen“ Lebensmittel, für dessen Qualität die Wasserversorger nur bis zur Wasseruhr haften. Anschließend geht die Qualitätsverantwortung von der Wasseruhr bis zum Wasserhahn an den Hauseigentümer über. Im Gegensatz dazu zeichnet sich Natürliches Mineralwasser durch seine ursprüngliche Reinheit und die Herkunft aus geschützten, unterirdischen Wasservorkommen aus. Deshalb unterscheiden sich die Kontrollen bei den beiden Wasserarten deutlich.

Warum der Prozess der Rücknahme und das Recycling bepfandeter PET-Mineralwasser-Flaschen eine deutlich geringere Umweltbelastung aufweist als die Plastik-Entsorgung über den Gelben Sack

Die Abneigung gegen Plastik hat deutlich zugenommen und die zunehmend zu beobachtende kritischere Einstellung der Verbraucher zur Verwendung von Plastik findet die breite Zustimmung der Mineralwasserbranche. Die emotionalen Bilder von Tüten im Ozean oder Plastikteilen, die man im Körper toter Fische findet, haben dazu geführt, dass es schwerfällt, rational zwischen verschiedenen Plastikarten und Sammlungs- und Entsorgungswegen und den daraus resultierenden unterschiedlichen ökologischen Auswirkungen zu differenzieren. Das in Deutschland für bepfandete Mineralwasser-PET-Flaschen praktizierte Rücknahme- und Recyclingsystem über den Handel und nicht über den Gelben Sack ist weltweit einmalig. Die damit erreichten Rücklaufquoten in Höhe von 98 Prozent stellen für nahezu alle anderen Länder einen Benchmark dar, den es in den kommenden Jahren zu erreichen gilt.

Warum Mineralwasser durch die Abfüllung von der Quelle in die Flasche eine höhere Produktsicherheit garantieren kann als Leitungswasser aus dem Wasserhahn

In puncto Produktsicherheit kann Leitungswasser mit Mineralwasser nicht mithalten. Denn Mineralwasser ist durch die Glas- oder PET-Flasche von der Abfüllung bis zum unmittelbaren Verzehr vor Verunreinigungen geschützt. Die Risiken für Leitungswassertrinker sind hingegen größer, da über hauseigene Leitungen oder Armaturen Verunreinigungen stattfinden können, für die die Wasserversorger nicht die Verantwortung übernehmen.

Warum Mineralwasser in der Vielfalt des Mineralstoffangebots gegenüber Leitungswasser deutliche Vorteile aufweist

Häufig heißt es, dass Leitungswasser höher oder vergleichbar mineralisiert sei als Mineralwasser. Um dies zu belegen, werden in der Regel die Vergleiche ausschließlich zwischen Mineralwasser ohne Kohlensäure (Marktanteil 28 Prozent) und Leitungswasser angestellt. Dabei wird übersehen, dass kohlensäurefreie Mineralwässer eigenen sensorischen und physikalischen Gesetzen unterliegen, die den Mineralstoffgehalt dieser Produktgruppe deutlich beeinflussen kann. Unabhängig von diesen produktspezifischen Besonderheiten hat der Verbraucher an jedem Ort in Deutschland die Möglichkeit, auch bei stillen Mineralwässern aus einer Vielzahl unterschiedlich mineralisierter Mineralwasserprodukte auszuwählen. Er ist nicht wie bei Leitungswasser auf das eine von den jeweiligen Wasserversorgern vor Ort angebotene Leitungswasser angewiesen, dessen Mineralstoffgehalte er in der Regel nicht einmal kennt.

Warum Mineralwasser als natürliches Lebensmittel Keime enthalten darf

Mineralwasser ist ein Naturprodukt und darf wie andere Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs Keime enthalten. Keime sind Mikroorganismen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Zu den Mikroorganismen zählen zum Beispiel Bakterien, Pilze, Algen und Protozoen.

Warum Mineralwasser wichtig für eine gesunde Ernährung ist

Der Mensch braucht Mineralstoffe – besonders wichtig sind Calcium, Magnesium, Natrium und Kalium. Ein weiterer wichtiger Wirkstoff ist Hydrogencarbonat; dieser ist nur in Wasser enthalten, die anderen kommen sowohl in Nahrungsmitteln als auch Getränken vor. Doch die Fähigkeit des Körpers, diese Stoffe aufzunehmen, ist nicht immer die gleiche. In gelöster Form können Mineralstoffe beispielsweise besser aufgenommen werden. Mineralstoffreiches Mineralwasser versorgt den menschlichen Körper mit einer vergleichsweise großen Menge davon. Insbesondere bei hohen Temperaturen oder beim Sport ist der Konsum von Mineralwasser sinnvoll, um die mit dem Schweiß verlorenen Mineralstoffe schnell zu ersetzen.

Leitungswasser testen: Warum Testkits zur Qualitätskontrolle fragwürdig sind

Die am Markt verfügbaren Produkte zur Überprüfung der Leitungswasserqualität sind nur bedingt aussagekräftig. Mit ihrer Hilfe sind bei den einfachen Tests lediglich chemisch-physikalische Analysen möglich. Eine mikrobiologische Untersuchung können sie hingegen nicht leisten. Diese wäre jedoch notwendig, da Bakterien die Trinkwasserqualität erheblich verringern können. Dementsprechend liefern Testkits und Teststreifen nur lückenhafte Aussagen darüber, ob das Leitungswasser schadstoffbehaftet ist oder nicht.

Warum Leitungswasser keine Vorteile hinsichtlich des CO2-Fußabdruckes gegenüber klimaneutralen Mineralwässern aufweist

Die Mineralwasserbranche ist sich ihrer ökologischen Verantwortung bewusst und arbeitet seit Jahren an der Optimierung der CO2-Bilanz für Mineralwasser durch eine Vielzahl von Maßnahmen. Die Optimierung der Produktionsprozesse und des Flaschendesigns, die Reduzierung der Flaschen- und Kistengewichte sowie der zunehmende Einsatz von PET-Einwegflaschen mit hohem Recyclinganteil haben die Ökobilanz für das Naturprodukt Mineralwasser signifikant verbessert. Darüber hinaus gelingt es immer mehr Mineralbrunnen ihre nach Vermeidung und Reduktion verbleibenden CO2-Emissionen zu kompensieren und ihr Unternehmen bzw. ihre Marken klimaneutral zu stellen.

Warum Flaschen deutscher Mineralbrunnen nicht die Meere vermüllen

Im Meer treibender Plastikmüll ist ein Problem. Doch die Plastikflaschen deutscher Mineralbrunnen leisten dazu keinen Beitrag. Vielmehr hat Deutschland mit dem bepfandeten Einweg- und Mehrwegpfandsystem einen vorbildlichen Kreislauf etabliert, der weltweit einzigartig ist. So werden 98 Prozent der Flaschen wiederverwertet. Eine wirksame Maßnahme zum Schutz der Weltmeere wäre deshalb eine Ausdehnung des deutschen Recyclingsystems auf ganz Europa.

Refill-Stationen und öffentliche Trinkbrunnen mit trügerischer Sicherheit

Leitungswasser aus öffentlichen Trinkbrunnen und Refill-Stationen ist nicht immer hygienisch einwandfrei.

Mythos widerlegt: Leitungswasser ist nicht das bestkontrollierte Lebensmittel in Deutschland!

Weil Leitungswasser aus qualitativ unterschiedlichen Quellen stammt und in der Regel einem Aufbereitungsprozess unterzogen werden muss, ist das Risiko der Verunreinigung höher als bei Mineralwasser. Deshalb hat der Gesetzgeber in der Trinkwasserverordnung für Leitungswasser eine Vielzahl strenger Kontrollverfahren festgelegt. Diese sind teilweise für das Naturprodukt Mineralwasser völlig irrelevant, weil Mineralwasser nicht aufbereitet werden darf und dessen natürlicher Schutz und ursprüngliche Reinheit vor Inverkehrbringung amtlich anerkannt werden muss. Mit der bewussten Hervorhebung der höheren Anzahl von Kontrollen versuchen die Wasserversorger aber beim Verbraucher den Eindruck zu erwecken, dass diese Kontrollintensität im Vergleich zum Mineralwasser ein besonderes Qualitätsmerkmal für Leitungswasser darstelle.

Warum in Deutschland das Wasser knapp wird

Die Auswirkungen des Klimawandels werden auch in Deutschland durch  zunehmende Dürre- und Hitzeperioden immer deutlicher sichtbar und auch immer stärker in den Medien thematisiert. In der Diskussion um die richtige Strategie fordern einige Politiker und Aktivisten einen pauschalen Nutzungsvorrang für die leitungsgebundene, durch öffentlich-rechtlich beauftragte Wasserversorger vor privaten Nutzungen, etwa durch Heil- und Mineralbrunnen. Doch hier gibt es ein Problem: Eine einseitige gesetzliche Bevorzugung der Wasserversorger setzt wertvolle Heil- und Mineralwasservorkommen dem Risiko des unwiederbringlichen Verlusts aus.